Shopify SEO in 12 Schritten: die Einstellungen, die zählen

Zwölf praktische Schritte, um SEO in einem Shopify-Shop richtig einzurichten, von Titeln und URLs bis zu strukturierten Daten, Weiterleitungen und Search Console.

Uğur KeskinFounder @Shopiuzman4 Min. Lesezeit
Shopify SEO in 12 Schritten: die Einstellungen, die zählen

Shopify bietet von Haus aus eine solide technische Grundlage für SEO. Was Shopify nicht für Sie entscheiden kann: wie Ihr Shop aufgebaut ist, was auf Ihren Seiten steht und auf welche Suchbegriffe Sie zielen. Diese zwölf Schritte decken die Einstellungen und Gewohnheiten ab, die den größten Unterschied machen.

1. Titel und Beschreibung der Startseite festlegen

Schreiben Sie unter Onlineshop → Präferenzen einen Titel für die Startseite mit etwa 50–60 Zeichen, der Ihre Marke und Ihr Sortiment nennt, und eine Meta-Beschreibung mit etwa 140–160 Zeichen, die einen Grund zum Klicken liefert.

2. Titel und Beschreibungen für wichtige Seiten schreiben

Jedes Produkt, jede Kollektion, Seite und jeder Blogbeitrag hat unten im Editor einen Bereich für den Suchmaschineneintrag. Füllen Sie ihn für Ihre wichtigsten Seiten aus, statt sich auf die Standardwerte zu verlassen. Verwenden Sie den Begriff, nach dem Menschen tatsächlich suchen, möglichst am Anfang des Titels.

3. URLs kurz und aussagekräftig halten

Die Präfixe /products/ und /collections/ lassen sich nicht ändern, der Handle aber schon. /products/merino-wollmuetze ist besser als /products/muetze-2024-neu-final. Ändern Sie den Handle einer bereits veröffentlichten Seite, aktivieren Sie die Option zum Anlegen einer Weiterleitung.

4. Kollektionen danach aufbauen, wie Menschen suchen

Kollektionen sind oft Ihre stärksten Seiten im Ranking. Legen Sie sie für die Kategorien und Merkmale an, nach denen gesucht wird („wasserdichte Damenjacken“, „Taschen aus veganem Leder“), und ergänzen Sie jede mit einer kurzen, wirklich nützlichen Einleitung.

5. Eigene Produktbeschreibungen schreiben

Herstellertexte stehen in vielen Shops wortgleich. Schreiben Sie Ihre eigenen, mit konkreten Fakten und Antworten auf echte Fragen. Mehr dazu in Produktbeschreibungen schreiben.

6. Alt-Texte für Bilder hinterlegen

Beschreiben Sie in einfachen Worten, was auf dem Bild zu sehen ist. Das hilft der Bildersuche und der Barrierefreiheit. Alt-Texte bearbeiten Sie im Medienbereich jedes Produkts.

7. Strukturierte Daten prüfen

Die meisten aktuellen Themes geben strukturierte Produktdaten aus. Testen Sie einige Produkt-URLs mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google. Fehlen Preis, Verfügbarkeit, Marke oder Bewertungen oder gibt es Fehler, beheben Sie das im Theme oder mit einer zuverlässigen App.

8. Weiterleitungen für alles anlegen, was Sie entfernen

Löschen Sie ein Produkt oder eine Kollektion, leiten Sie die URL auf die passendste verwandte Seite weiter, nicht auf die Startseite. Das Tool URL-Weiterleitungen von Shopify (im Bereich Navigation bzw. Menüs im Admin) übernimmt das und unterstützt den CSV-Import für längere Listen. Besonders wichtig ist das nach einer Migration.

9. Interne Verlinkung stärken

Verlinken Sie von Kollektionen auf wichtige Produkte, von Blogbeiträgen auf passende Kollektionen und zwischen verwandten Produkten. Halten Sie das Hauptmenü auf Ihre wichtigsten Kategorien fokussiert und nutzen Sie den Footer für Richtlinien und ergänzende Seiten.

10. Den Shop schnell halten

Geschwindigkeit wirkt sich auf Besucher und auf die Suchleistung aus. Prüfen Sie Apps, Bilder und Theme-Code regelmäßig. Unser Leitfaden zur Ladezeit zeigt, wo Sie anfangen.

11. Google Search Console verbinden

Bestätigen Sie Ihre Domain in der Search Console und reichen Sie /sitemap.xml ein, die Shopify automatisch erstellt. Nutzen Sie dann die Berichte, um Seiten mit Impressionen, aber wenigen Klicks zu finden (Titel verbessern), Seiten, die nicht indexiert sind (Ursache klären), und Probleme mit den Core Web Vitals.

12. Hilfreiche Inhalte veröffentlichen

Mit einem Blog beantworten Sie die Fragen, die Menschen vor dem Kauf stellen: Kaufberatungen, Vergleiche, Anleitungen. Verlinken Sie jeden Artikel mit den passenden Kollektionen. Ein paar gründliche, korrekte Artikel bringen mehr als viele dünne.

Was Shopify für Sie erledigt

  • Eine XML-Sitemap, die automatisch aktualisiert wird
  • Canonical-Tags, auch für Produkte, die über Kollektions-URLs aufgerufen werden
  • Ein SSL-Zertifikat für jede Domain
  • Eine Standard-robots.txt, die Sie mit robots.txt.liquid anpassen können

Für eine schnelle Prüfung vor dem Launch nutzen Sie unsere SEO-Checkliste für Shopify. Möchten Sie das einem Experten überlassen, sehen Sie sich unsere Shopify-SEO-Leistungen an.

Häufige Fragen

Ist Shopify gut für SEO?

Ja. Shopify erledigt die technischen Grundlagen gut: Sitemap, Canonical-Tags, mobilfreundliche Themes, schnelles Hosting und eine bearbeitbare robots.txt. Die Ergebnisse hängen dennoch von Inhalten, Struktur und Links ab.

Kann ich die URL-Struktur von Shopify ändern?

Die Präfixe nicht. Produkte liegen immer unter /products/, Kollektionen unter /collections/ und Seiten unter /pages/. Den Handle (den letzten Teil der URL) können Sie ändern, und Shopify kann eine Weiterleitung von der alten Adresse anlegen.

Wie lange dauert es, bis Shopify SEO wirkt?

Technische Korrekturen werden oft innerhalb von Tagen oder Wochen nach dem erneuten Crawlen erfasst. Inhalte und Autorität brauchen Monate. Beobachten Sie Impressionen und Klicks in der Search Console statt täglicher Rankings.

Uğur Keskin

Autor

Uğur KeskinFounder @Shopiuzman

Gründer von Shopiuzman. Er baut, migriert und entwickelt Shopify-Shops für Marken in der Türkei, in Europa und in den USA weiter und leitet die Entwicklung unserer Apps im Shopify App Store.

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